Ratschläge für die Anlage und Gestaltung eines Japanischen Gartens

Ein Japanischer Garten soll den Betrachter zum Nachdenken anregen. Die schlichte Eleganz, die er ausstrahlt, soll zu Meditationen und tiefgründigen Monologen anregen. Trotz seiner Überschaubarkeit, die durch sparsam eingesetzte Elemente bedingt ist, ist ein Japanischer Garten nie von nur einem Standpunkt aus überschaubar. Dies könnte als "notwendiger Blickpunktwechsel" interpretiert werden. Man muss Dinge von vielen Seiten aus betrachten, um alles erfassen zu können - das ist die Botschaft, die der Garten Ihnen vermitteln will. Die beliebteste Variante des Japanischen Gartens ist der Zen-Garten.

Nicht jeder Garten kann japanisch werden. Die Größe ist egal, das Umfeld des Gartens ist entscheidend. Japanische Gärten sollten in einer ruhigen Umgebung angelegt werden. Graue Nachbarshäuser, Parkplätze oder viel befahrene Hauptstraßen entkräften die harmonische Aura. Wählen Sie idealerweise eine geschützte, grüne Ecke.

Denkbare Elemente eines Japanischen Gartens und ihre Bedeutung:

  • Steine symbolisieren Kraft und Beständigkeit. Trittsteine als Wegweiser, steinerne Bänke oder Vogeltränken sind vorstellbar.
  • Sand wird anstelle von Wasser eingesetzt. Zen-Gärten bestehen hauptsächlich aus weißem Sand, in den Ornamente eingeharkt werden. (Betreten Sie Zen-Gärten nicht. Sie sind ausschließlich zur Betrachtung vorgesehen.)
  • Brücken verkörpern die Beziehung von Mensch und Gottheit. Sie verbinden die Elemente eines Japanischen Gartens.
  • Eckige Steinlaternen versinnbildlichen den Pfad der Erleuchtung.
  • Bambuszäune sind biegsam, aber dennoch robust. Sie erinnern an die Anpassungsfähigkeit des Menschen.
  • Versuchen Sie, Elemente in ungerader Anzahl zu verwenden. Gerade Zahlen gelten als Unglücksbringer.