Pflegeleicht: Naturgarten als Lebensraum vieler Arten anlegen

Naturgärten bestechen weder durch Ordnung, noch durch gewollt gesetzte Farbakzente. Denn wie der Name schon sagt, steht die natürliche Vielfalt im Vordergrund. Anordnung, Artenreichtum und Wucherung unterliegen mehr oder weniger dem Zufall. Naturgärten sind pflegeleicht, erfordern aber Grundwissen über die regionale Flora und Fauna.

Tipps für das Anlegen eines Naturgartens:

  • Lassen Sie Ihren Boden analysieren um herauszufinden, welche Pflanzenarten ansiedelbar sind.
  • Erkundigen Sie sich in örtlichen Forstbehörden nach regionalen Gehölzen, die sich zur Bepflanzung eignen.
  • Fotografieren Sie schöne Landschaften und orientieren Sie sich an deren natürlichem Pflanzenwachstum. Das gibt Ihnen Inspiration.
  • Weg mit Heckenschere, Rasenmäher und Schaufel - Lassen Sie der Vegetation freien Lauf. Rasenflächen sollten höchstens zweimal im Jahr gemäht werden.
  • Verzichten Sie auf chemische Düngemittel. Greifen Sie stattdessen zu Kompost, Mulch oder Jauche.
  • Akzeptieren Sie Wildkräuter, wie Brennnesseln, als wichtigen Bestandteil Ihres Naturgartens.
  • Laubhaufen müssen nicht beseitigt werden.
  • Naturgärten benötigen Platz zur Entfaltung. Kleine Flächen sind daher weniger geeignet.
  • Trockenmauern aus Naturstein eignen sich prima als Dekoration.
  • Kräuterspiralen und Teiche können ergänzend angelegt werden.
  • Als zentraler Teil eines Naturgartens bietet sich eine wild wachsende Blumenwiese an.

Damit die ganze Familie Spaß am Naturgarten hat, sollte vor der Anlage des Biotops eine Skizze angefertigt werden. Bänke und Baumhäuser können integriert werden. Brombeersträucher und Walderdbeeren sind insbesondere bei Kindern beliebt - gönnen Sie Ihren Schützlingen also ruhig eine kleine Naschecke.